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Einladung zum Fachgespräch 
27.02.2009 | Forschung und Entwicklung

Vergleich zwischen Asse und Gorleben ist ein durchsichtiges politisches Manöver

Interview mit Inforadio vom 26.02.2009

Eine Lichterkette gegen das Atommülllager Asse Zwei - dazu hat die Anti-Atomkraft-Bewegung aufgerufen.

Am Donnerstagabend soll eine 52 Kilometer lange Lichterkette von Braunschweig bis zum Bergwerk Asse und weiter zum Schacht Konrad in Salzgitter gebildet werden.

Asse II - das Atommüll-Lager in Niedersachsen steht seit Jahren für eine Reihe von Pleiten, Pech und Pannen. 126.000 Atommüll-Fässer lagern in dem ehemaligen Salzbergwerk, das als einsturzgefährdet gilt. Der Inhalt von zehn dieser Fässer ist nach wie vor unbekannt.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft derzeit einen Zusammenhang zwischen den Krebserkrankungen von drei ehemaligen Asse-Mitarbeitern und der Strahlenbelastung. Und das Bundesamt für Strahlenschutz, seit Anfang des Jahres Betreiber von Asse, erarbeitet eine Vorlage für die endgültige Schließung von Asse II.

Aber wohin mit dem Atommüll? Darüber spricht Ute Meyer mit der brandenburgischen CDU-Bundestagsabgeordneten, Katherina Reiche.

Im Gespräch forderte die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, trotz der Probleme mit dem Atommülllager Asse nicht das geplante Endlager in Gorleben in Frage zu stellen.

Anlässlich der geplanten Lichterkette in Niedersachsen gegen die Atommülllagerung sagte Reiche am Donnerstag im rbb-Inforadio, der Vergleich zwischen Asse und Gorleben sei "ein durchsichtiges politisches Manöver". Die Asse sei von 1909 bis 1964 als Salzbergwerk genutzt worden und deshalb löchrig.

Hingegen verfüge Gorleben über einen intakten Salzstock. Außerdem sei Gorleben in den vergangenen 25 Jahren systematisch untersucht worden. "Über einen langen, transparenten und wissenschaftsgeleiteten Prozess ist man zu dem Schluss gekommen, Gorleben sei geeignet."

Reiche äußerte Verständnis für die Proteste gegen das Atommülllager Asse. Bei der Einlagerung der nuklearen Abfälle in den 60er und 70er Jahren seien die damals zuständigen Behörden offenbar "nicht mit der nötigen Sorgfalt und Transparenz" vorgegangen. Nun stehe man vor der Aufgabe, das einsturzgefährdete Bergwerk zu sichern und das Problem mit der radioaktiv verseuchten Lauge zu lösen. Dies seien "technische und sicherheitsrelevante Fragen, die alles andere als trivial sind", so die CDU-Politikerin.

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