Podiumsdiskussion mit der Stasibeauftragten des Landes Thüringen
In diesem Jahr blicken wir auf den 20. Jahrestag der friedlichen Revolution und den Fall der Mauer zurück. Eine Zeit, in der sich mancher Blick zurück in die Vergangenheit verklärt und vergoldet hat. Aktuelle Umfragen, die zeigten, wie wenig gerade Kinder und Jugendliche in Brandenburg noch über die DDR wissen, machen betroffen. 40 Jahre der Diktatur haben tiefe Spuren hinterlassen. Ein Unrechtssystem das viele Opfer und menschliches Leid mit sich brachte. Umso wichtiger ist es, in diesem Jubiläumsjahr an die Zeit der 40 Jahre dauernden Teilung des deutschen Staates und an das Leben unter den Bedingungen der DDR-Diktatur sowie deren Opfer zu erinnern. Brandenburg als einziges ostdeutsches Land, das keinen Stasibeauftragten hat, kann hier vieles von seinen Nachbarländern lernen.
Mit der Thüringischen Stasibeauftragten Hildigund Neubert führten die mehr als 40 Teilnehmer eine lebhafte Diskussion im Kleinmachnower Bürgersaal. Ob die Frage nach Erinnerungsorten, dem fehlenden Stasibeauftragten in Brandenburg oder dem geeignten Lehrplan zur Aufarbeitung der DDR-Geschichte, die zahlreichen Punkte zeigten: In der Aufarbeitung der DDR-Diktatur bleibt viel zu tun.

Hildigund Neubert und Katherina Reiche (Foto: Maximilian Tauscher)