Zur aktuellen Diskussion um ein nationales Stipendienprogramm erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB:
Das BAföG bleibt als wichtigste Säule der Bildungsförderung erhalten. Nicht umsonst haben wir in der vergangenen Legislaturperiode die Bedarfssätze um 10% und die Freibeträge um 8% angehoben, den Kreis der Geförderten um 75.000 erhöht und ein „Meister-BAföG“ eingeführt. Zusätzlich wurde die Zahl der Stipendien für Begabte fast verdoppelt. Diese Bilanz kann sich sehen lassen.
Die Attacke aus der Berliner SPD in Sachen BAföG ist völlig unbegründet.
Richtig ist, dass sich die Union seit langem für mehr Stipendien und eine effektive Förderung guter Studienleistungen einsetzt. Das NRW-Modell könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein. Ein nationales Stipendienprogramm in Ergänzung zum BAföG sollte zunächst etwa ein Drittel aller Studierenden erreichen.
Wie anderen Staaten üblich muss auch in Deutschland die Wirtschaft Mitverantwortung für die Stipendienfinanzierung tragen. Wer hohe Boni zahlt, kann auch Studenten unterstützen. Stipendien der Wirtschaft müssen eine wesentliche Säule der Bestenförderung werden. Denkbar sind beispielsweise branchenspezifische Stipendien mit entsprechenden Lenkungseffekten. Wenn die Wirtschaft einen Mangel an Ingenieuren sieht, kann sie Stipendien für ingenieurwissenschaftliche Studien anbieten. Dazu sind keine neuen Gesetzt nötig.