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Reiche: Ausbildungspakt wirkt - Ausbildungsfähigkeit verbessern
Pressemitteilung vom 31.01.06
Zur Verlängerung des Ausbildungspaktes erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche MdB:
Der Ausbildungspakt wirkt. Es sind mehr als 60.000 neue Ausbildungsplätze geschaf-fen worden. Viele Betriebe haben sich nach den Gesprächen mit den Kammern und Ausbil-dungsberatern entschlossen, erstmals Ju-gendlichen eine Chance zu geben. Ich begrüße deshalb ausdrücklich die Verlängerung des Ausbildungspaktes.
Die Gewerkschaften müssen sich ihrer Ver-antwortung bewusst werden. Das Angebot, sich mit konstruktiven Vorschlägen am Pakt zu beteiligen, steht. Für die von ihnen geforderte Ausbildungsplatzabgabe gibt es keine Mehrheit in Deutschland.
Die Politik ist vor allem gefordert, zusammen mit den Eltern, die Ausbildungsfähigkeit zu verbessern. Es kommt auf die Chancengerechtigkeit bereits bei Schulbe-ginn an. Insofern ist die Entscheidung vieler Länder, Deutschkurse verpflichtend zu machen und Sprachtests einzuführen, richtig. Am Ende der Schulzeit müssen die Jugendlichen die Kulturtechniken Lesen, Rechnen, Schreiben und den Umgang mit dem Computer sicher beherrschen. Schule und Elternhaus müssen Durchhaltevermögen und Disziplin stärker als bisher von den Ju-gendlichen einfordern. Begrüßenswert sind Modellprojekte, wie die Einführung von SchuB–Klassen in Hessen, die den Übergang von Schule zur Berufswelt für theorie-schwächere und eher praktisch orientierte Jugendliche erleichtern. In sozialen Brennpunkten, wo die Erziehungsfunktion des Elternhauses oft nicht gewährleistet ist, ist die Einrichtung von Ganztagsschulen eine praktikable Alternative. Deshalb halten wir das 4-Mrd.-Programm für Bauinvestitionen an Ganztagsschulen bis zum Jahr 2010 offen.
Katherina Reiche, Pressemitteilung