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Katherina Reiche: Zunehmende Gewalt in Potsdam besorgniserregend

Als besorgniserregend bezeichnet die Potsdamer CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche die zunehmende Gewaltbereitschaft von Links- und Rechtsextremisten in Potsdam.

"Die Gewaltspirale zwischen linken und rechten Jugendlichen hat in Potsdam ein kritisches Ausmaß angenommen.

Wenn dieser Entwicklung kein Einhalt geboten wird, befürchte ich, dass Potsdam seinen guten Ruf als tolerante und weltoffene Stadt verliert und Touristen der Landeshauptstadt den Rücken kehren werden.

Die zunehmende demokratiefeindliche und gewaltbereite Jugendkultur erfordert eine gemeinsame und entschlossene Gegenwehr.

Deshalb dürfen wir jetzt nicht nur reden, sondern müssen handeln. Potsdam darf nicht die Heimat von linken und rechten Schlägertrupps werden.

Notwendig ist nicht nur eine konsequente Strafverfolgung, die bereits von Polizei und Justiz praktiziert wird, sondern Präventivmaßnahmen, die das Aufkommen jeglicher Gewalt in Potsdam verhindert.

Der Oberbürgermeister der Stadt Jan Jacobs (SPD) ist aufgefordert, schnellstmöglich einen Maßnahmekatalog auf den Tisch zu legen, wie die linke und rechte Gewalt in Potsdam im Keim erstickt werden kann. So müssen beispielsweise verstärkt die Streetworker der Stadtverwaltung in problematischen Stadtteilen eingesetzt werden.

Gefordert sind aber auch die Schulen der Stadt. Demokratische und tolerante Kultur entsteht nicht von selbst und entwickelt sich nicht von allein. Schülerinnen und Schüler gegen Gewalt und für Demokratie zu erziehen, ist nicht nur der Auftrag der Eltern, sondern auch eine grundlegende und umfassende Aufgabe der Schule. Gerade die Förderung der sozialen Kompetenzen sollte deshalb in den Schulen stärker in den Blick gerückt werden."

07.07.2005