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Leichtathletik-WM in Berlin: Welcher Politiker rennt auch?

BILD am SONNTAG vom 16.08.2009

An diesem Wochenende ist die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin gestartet. Im Olympiastadion treffen sich die schnellsten Frauen und Männer der Welt. Im Regierungsviertel, ein paar Kilometer weiter, gehört Jogging beinahe schon zum guten Ton.

Am nächsten Mittwoch und am kommenden Sonntag wird Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) mit bei der WM sein. Er lässt in erster Linie laufen: „Wir haben 18 Soldatinnen und Soldaten in der Nationalmannschaft. Da bin ich natürlich vor Ort,“ sagt mir der Minister. Jung selbst spielt immer noch Fußball beim FC Bundestag und joggt.

Unions-Fraktionsvize Katherina Reiche hat als Schülerin Weitsprung betrieben. Heute joggt die dreifache Mutter noch.

FDP-Parteivize Bundespräsident Horst Köhler habe ich selbst joggen sehen. Tipp eines Sicherheitsbeamten für mich: „Joggen Sie bloß nicht mit! Der läuft richtig schnell!“ Köhlers normale Laufstrecke: Zehn Kilometer am Morgen. SPD-Chef Franz Müntefering joggt im Berliner Tierpark drei Kilometer am Morgen.

Und was macht der Mann, der das Joggen einst zur Lebensanschauung erklärte? Ex-Grünen-Außenminister Joschka Fischer („Mein langer Lauf zu mir selbst“) joggt heute seltener. Fischer wird vielmehr bewegt. Nicht von Ehefrau Minu, sondern von seinem riesigen türkischen Hirtenhund Benno. Wenn der des Nachts im Grunewald mit einem Knurren wie Donnergrollen Wildschweine wittert und Fischer die Leine an der Hand hat, dann muss er hinterherhechten.

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